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Heihsgut
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... ist ein Landsitz aus dem frühen 15. Jahrhundert. Seit seiner Renovierung im Jahr 1974 steht es unter Denkmalschutz. Die Qualitäten eines alten Hauses - Großzügigkeit der Räume und der Reiz einer langen Geschichte - verbinden sich hier mit modernem Komfort zu einer Umgebung, in der man sich wohl fühlt.
Im großen Garten können Sie sich entspannen,
in der Sonne liegen oder einfach ein Buch zur Hand nehmen.

Falls Sie sich für Geschichte interessieren, können Sie hier die Geschichte des Heihsgut lesen:
1278 bekommt Rudolf von Habsburg das Gut in St. Martin endgültig von dem Benediktinerstift St. Lambrecht zugesprochen und so wird ein Streit des Klosters zwischen dem Bischof von Bamberg und den Grafen von Ortenburg zugunsten der steirischen Mönche entschieden.

1478 Andreas Heihs aus dem Lungau erwirbt das Gut und gibt ihm den Namen seiner Familie. Vom Wohlstand des neuen Besitzers zeugt der alte Grabstein in der Nähe des Turms der Dorfkirche.

1532 Andreas Heihs´ Sohn Lienhardt wird von Kaiser Karl V. ein redendes Wappen verliehen. Es zeigt einen Mann in einem roten Wappenrock, der in der rechten eine brennende Fackel hält. Das groß und prächtig ausgeführte Wappen ziert seinen Grabstein im Vorraum der Kirche St. Martin.

1545 erfolgt durch die Einbeziehung eines gemauerten Vorratskastens eine Vergrößerung des Hauses. Die Zirbenstube, heute Ritterzimmer genannt, wird erbaut.

1611 muss Erzbischof Wolf Dietrich nach einem misslungenen Handstreich auf Berchtesgaden aus Salzburg fliehen. Salome Alt, mit der er in einer als Geheimehe interpretierten Verbindung lebt, lässt er mit den gemeinsamen Kindern in den Flachgau bringen. Er selbst zieht mit kostbaren Gütern über den Tauernpass nach Kärnten, wo er in Gmünd gefangen genommen wird. Der Rücktransport, der in Schloss Moosham lagernden Kostbarkeiten, wurde von Wilhelm Heyss, der damals Richter in St. Michael war, bis Radstadt begleitet. Zur Erinnerung an diese, mit der Geschichte des Hauses verbundene Begebenheit, haben wir zwei Ferienwohnungen Wolf Dietrich und Salome Alt benannt.

1730 wird die Familie Heihs wegen ihrer Verdienste um das Gemeinwohl in den Adelsstand erhoben. Die folgenden wirtschaftlichen Umwälzungen gehen auch an der Familie Heihs nicht spurlos vorüber:

1838 stirbt der letzte Besitzer Andreas von Heihs, der das Gut gegen Gewährung des Ausgedinges dem Spiegelwirt übergeben hat. Eine kleine Steintafel am Kirchturm ist der letzte Hinweis auf die Familie, die über Jahrhunderte hier lebte.

1853 erscheint aus der Feder des Ignatz von Kürsinger ein Buch über den Lungau, in dem der Edelsitz der Heyß ausführlich beschrieben wird. Darum haben wir einer unserer Ferienwohnungen den Namen Kürsinger G´wölb gegeben.

1974 erwerben wir das Haus und beginnen mit der Renovierung. Dabei entstanden auch drei komfortable und kinderfreundliche Ferienwohnungen. Das inzwischen unter Denkmalschutz gestellte Haus wurde in den Band Salzburg des DEHIO aufgenommen.
(Stichwort St. Michael im Lungau).

... eine Zirbenholzstube aus dem 16. Jh., ist das Zentrum des Heihsguts. Da findet man, schrieb Ignaz v. Kürsinger 1853, die Wandschränke wie in den alten Ritterstuben. Und so wurde dieser schöne Raum für uns zum Ritterzimmer.

Es wurde nach einer verlorenen, aber von Kürsinger überlieferten, Inschrift über dem Türstock der Eingangstüre spätestens im Jahr 1545 errichtet und ist damit das älteste dieser Art im Lungau. Auftraggeber waren Apollonia Heihs, eine Enkelin des ersten Eigentümers aus der namengebenden Familie, und ihr Gatte, Hanns Gensprunner zu Radstadt.

Nicht nur, der beim Holz natürliche Vorgang des Nachdunkelns, sondern auch Rauch und Ruß von Kerzen und Kienspan waren wohl daran beteiligt, dass die Vertäfelung schon Mitte des 19. Jh. als durch die Jahrhunderte schon sehr gebräunt beschrieben wird. Späteren Bewohnern war das zu düster; so bestrichen sie das edle Holz mit weißer Leim- und Ölfarbe und vernagelten die dann unansehnlichen Wände mit hellen Weichfaserplatten. Die Schäbigkeit der Verkleidung ließ die Schönheit des einst vornehmen Raums kaum noch ahnen.

Erst 1999 trat die alte Pracht bei einer aufwendigen Restaurierung wieder ans Licht. Wie ein Schmetterling, der das Dunkel der grauen Puppe verlässt. In seiner schlichten und vornehmen Schönheit erinnert das Ritterzimmer an die Zeit, als Kaiser Karl V. dem Vater von Apollonia Heihs wegen seiner erberkeit, redlichkeit, guet sitten tugent und vernunfft ein Wappen verlieh, dass noch heute seinen Grabstein im Vorraum der Dorfkirche ziert. Und das war wohl auch der Anlass für die Vergrößerung des Hauses und die damit einhergehende Einrichtung dieser guten Stube.

Die hatte auch ein kleines Geheimnis bewahrt, dessen Rätsel erst bei der Restaurierung endgültig gelöst wurde. Neben dem Ritterzimmer liegt eine kleine gewölbte Kammer, von der, so ist bei Ignaz v. Kürsinger zu lesen, eine geheime Schneckenstiege, welche jetzt vermauert ist, in die untern Gewölbe führt. Davon war nie etwas zu sehen. Aber eine Abschrägung der Vertäfelung des Ritterzimmers und Unebenheiten der Wand im daneben liegenden Adelstübel ließen uns schon vor Jahren zu Fäustel und Meißel greifen. Die dabei frei gelegte Maueröffnung konnte der alte Aufgang der verschwundenen Stiege sein, die dann unter dem nicht mehr vorhandenen Ofen des Ritterzimmers versteckt gewesen sein mag. Beim Aufmauern eines neuen Ofens entdeckten wir unter den Bodenbrettern die Öffnung für diese Treppe. Das bauliche Rätsel war damit gelöst. Und doch bleibt auch hier eines jener kleinen Geheimnisse, die alle alten Häuser haben: Die Frage nach dem Zweck der vor bald zweihundert Jahren verschwundenen Stiege.
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